Wer schmeißt denn da mit Lehm?

Samstag, 31. Oktober 2009 | Autor:

Wie dem geneigten Leser bekannt sein dürfte, wollen wir in unserem Haus auch Lehm verbauen. Was liegt also näher, als den Lehmbau in der Praxis zu erleben. Da traf es sich gut, das Familie Fender in Meissen ein Fachwerkhaus (270 Jahre alt) saniert und unser Planer dort ein Lehmbauseminar organisierte. Mit dabei war Bruni, ihres Zeichens Lehmbauerin (Naturbau Leue).

Grundstück, schon teilweise gemäht

Grundstück, schon teilweise gemäht

Samstag früh 9 Uhr, das Thermometer zeigte 3 Grad. Also wurden die Skiunterwäsche unter die Arbeitssachen gezogen und ab ging es nach Meissen.Auf dem Weg machte ich einen kleinen Schlenker an unserem Grundstück vorbei und siehe da, die Hälfte der “Steppe” war schon zu Hälfte gemäht. Ich hatte damit einen Profi aus Weinböhla beauftragt. Sieht doch ganz passabel aus.

Angekommen in Meissen, waren noch 5 andere Lehminteressenten dabei. Da es für den Lehm noch recht kalt war, hat uns Bruni erstmal “die Sache mit dem Lehm” ausführlich erklärt und auch die Grundlagen des Mauerns erläutert (Verband, Läufer, Binder, etc.). Nachdem es dann etwas wärmer wurde, konnte es losgehen. Es war gar nicht so einfach, die Steine schönin eine Reihe zu setzen. Die erste Reihe war wirklich zäh, aber mit der Zeit wurden wir besser. Die zweite Reihe war gefühlt in der halben Zeit gesetzt.

Zwischendurch überraschte uns die Bauherrin mit Mittag, Kuchen und Kaffee. Die Plauderei mit den Bauherren und den anderen “Lehmbaulehrlingen” war auch sehr informativ. Im Frühjahr soll das Haus fertig sein. Ich denke, ich werde noch ein paar Mal dort vorbeischauen.Wenn der ein oder andere Freund, Kollege oder Verwandte das hier ließt, weiß er schon, was in etwa nächstes Jahr auf ihn zukommen kann :) Schließlich muß auch bei uns der Lehm ins Haus (gemauert, gestapelt, etc.). Da bietet sich so ein Seminar natürlich an.

Auf den Bildern kann man einen schönen Eindruck vom Tag gewinnen.

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3 auf einen Streich…

Freitag, 30. Oktober 2009 | Autor:

Wegen Zeitmangels muß ich heute mal drei Termine der Woche kurz zusammenfassen.

Am Dienstag war ich bei der SachsenSolar AG in Dresden. Sollten wir uns für Pellets entscheiden, ist Solarthermie eine sinnvolle ökologische Ergänzung. Neben den üblichen Fragen, hatte ich mir auch einige “Problempunkte” aufgeschrieben. Das Thema Solarthermie und Photovoltaik ist ein weites Feld. Oft werden diese Technologien durcheinander gebracht und Entscheidungen zur Nutzung solarer Energie unfundiert getroffen.

Der Mitarbeiter von SachsenSolar war sehr kompetent. Ich hatte nicht den Eindruck, daß mir eine unnötige Anlage verkauft werden sollte. SachsenSolar bietet derzeit keine Wärmepumpen an, sondern hat sich auf regenerative Energien spezialisiert, also kein Alles-Anbieter-Bauchladen-Konzept.

Pelletkessel und Pufferspeicher

Pelletkessel und Pufferspeicher

Am Mittwoch hatte ich einen Termin im Energie-Bberatungszentrum Dresden (einem Service der Sächsischen Haustechnik KG).  Hier konnte man die gesamte Palette an Energieerzeugern auch mal “live” sehen. Ein Pelletskessel samt Sacksilo beheizt das Bürogebäude. Eine Luftwärmepumpe beheizt die Ausstellung. Weiterhin werden Solarthermie- und Photovoltaikanlagen ausgestellt. Wir haben dann verschiedene Wärmeerzeuger miteinander verglichen. Leider kann man die Energiekosten der Zukunft schlecht prognostizieren (wer hätte schon das auf und ab des Ölpreises in den letzten Jahren vorhergesagt?). Die Wärmepumpe und die Pelletsheizung liegen bei den getroffenen Annahmen vorn. Je nach Annahme gewinnt die ein oder andere Lösung aus Kostensicht.

Pelletskessel aufgeschnitten

Pelletskessel aufgeschnitten

Der Mitarbeiter von Klima-Jentzsch (siehe vorige Woche) hatte mir zwei Eintrittskarten für die SHKG überreicht. Dies ist die Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation, zu der unser Planer und ich dann am Freitag gefahren sind.

Pelletkessel mit Sacksilo (Modell)

Pelletkessel mit Sacksilo (Modell)

Leipzig liegt ja nur eine knappe Stunde entfernt. Hier haben wir uns die Pelletskessel der verschiedenen Hersteller angeschaut. “Live” ist halt doch etwas anderes, als nur im Internet oder in Prospekten. Weiterhin waren auch alle EIB/KNX-Anbieter vor Ort, so daß ich auch hier noch die ein oder andere Information bekommen konnte. Alles in allem sehr informativ. Die knapp 5 Stunden auf der Messe vergingen sehr schnell und das Wochenende kann nun kommen…  Ich denke, das Thema Heizung ist nun entschieden. Dazu später mehr.

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Zwei weitere Punkte auf den Weg gebracht.

Montag, 26. Oktober 2009 | Autor:

Am Wochenende war ich in meiner alten Heimat. Dankenswerterweise hatte mein Vater zwei Termine für mich gemacht. Zum einen ging es zu einem erfahrenen Heizungsbauer, zum anderen zu einem befreundeten Elektromeister.
Das ist insofern wichtig, als das die Haustechnik im Allgemeinen nicht vom Architekten geplant wird. Man muß diese als Bauherr selber planen (wers kann) bzw. einen Haustechnikplaner damit beauftragen. Da die Haustechnikplanung eines Einfamilienhauses aber sowohl kompliziert (Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro auf engstem Raum mit vielen Abhängigkeiten), als auch nicht allzu lukrativ (HOAI Preisrecht) ist , gibt es im Grunde keinen Profi für diese Aufgabe, den man beauftragen könnte. Daher wird normalerweise der Heizungsbauer mit der Heizungsplanung und der Elektrofachbetrieb mit der Elektroplanung beauftragt.
Da man allerdings schon vor der Ausschreibung dieser Gewerke diverse Vorarbeiten erledigen muß (Heizlastberechnung zwecks Wahl des Heizsystems, Leistungsbeschreibung für die Ausschreibung usw.), kommt man schnell in eine Henne-Ei-Situation. Sehr oft entfallen dann diese Vorarbeiten. Heizung, Sanitär und Elektro werden einfach Pi mal Daumen gebaut (und nicht geplant).

Der Heizungsbauer konnte mir viele meiner Fragen beantworten. Auch von ihm kam wieder der Hinweis: Heizungswahl ist Bauchentscheidung. Unser bisheriger Favorit “Pellets” ist ok, er würde sich den Ofen allerdings nicht in die Wohnung stellen 8so haben wir es bisher vor).
Wenn wir den Grundriß haben, wird er mich bei den Themen Heizlastberechnung und Dimensionierung der Wandheizungsflächen unterstützen. Das ist schonmal prima. Wir kommen wir auch noch bei weiteren Planungs- und Ausschreibungsfragen zusammen.

Beim Elektikermeister ging es um das Thema EIB/KNX. Dabei handelt es sich um ein System aus der Gebäudeaustomatisierung. Der herkömmliche Lichtschalter schaltet eine Lampe ein oder aus. Manchmal gibt es zusätzlich noch Dimmer, die dann die Helligkeit regeln können. Bei EIB/KNX gibt der (etwas anders aussehende) Schalter (der hier Taster genannt wird) den Tastendruck an beliebige andere Geräte weiter. Es kann somit frei programmiert werden, welche Aktion auf den Tastendruck hin ausgelöst werden soll. Dies kann natürlich auch “Licht an/aus” sein, es kann aber auch “heller/dunkler” sein oder auch “alle Lampen auf der Etage an” usw usf.
Ich wollte nun wissen, wieviel teuerer eine KNX Installation, die zwar initial erstmal nur minimalen Funktionsumfang (Licht an/aus) realisiert, aber dann definitiv ausbaufähig ist, in etwa wird. Die grobe Schätzung hat mich erstmal nicht erschüttert. Wir werden Ende des Jahres mit dem Grundriß und unseren Anforderungen an Licht und Steckdosen nocheinmal genauer rechnen. Auch dieser Punkt scheint mir auf einem guten Weg zu sein.

Alles in allem ein lohnenswertes Wochenende in der “guten alten Heimat”.

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Aller guten Dinge sind drei.

Dienstag, 20. Oktober 2009 | Autor:

Und daher habe ich mich heute mit einem Vertreter von Klima Jentzsch getroffen. Auch Klima Jentzsch baut in Sachsen Wärmepumpen. Allerdings sind dort Modelle für Einfamilienhäuser das untere Ende des Leistungsspektrums. Klima Jentzsch baut Anlagen bis hin zu 1000 kW (Vergleich: EFH benötigt 8 – 20 kW, je nach Wärmebedarf).

Auch dieser Hersteller empfiehlt mir eine DV-Wärmepumpe mit Flächenkollektoren. Wir müssten dann etwa das 1.3-1,6-fache (genauer berechnet wird dies nach einer Analyse des Bodens) der Wohnfläche auf dem Grundstück für Kollektoren reservieren. Die notwendigen Erdarbeiten kann man in Eigenleistung erbringen.

Ergebnis: wenn wir uns für eine Wärmepumpe entscheiden, wird es wohl eine DV-Variante mit Flächenkollektor.

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Welch ein Zufall.

Montag, 19. Oktober 2009 | Autor:

Gerade bin ich aus Neustadt in Sachsen zurück. Dort war ich bei “Kamine Sturm“. Der Name “Sturm” und der Ort kamen mir irgendwie bekannt vor. Und richtig: Vor 3 Jahren habe ich bei einem Schwager des Ofenbauers mein Motorrad gekauft.

Auch diesmal waren die Präferenzen wieder:

  • schöner Ofen
  • nicht laufen Holz nachlegen müssen
  • Einbindung in die restliche Heizungsanlage

Tja, es gibt einige Lösungen. Die Firma Brunner liefert zu ihren Kamineinsätzen Pelletmodule. Diese kosten aber allein ein halbes Vermögen. Dazu käme der Ofen und der eigentliche Kamineinsatz. 20 T€ sind da kein Problem, leider jenseits unserer Möglichkeiten.Die Firma Lohberger hat einen Holz-/Pelleteinsatz, welcher von der Firma Plewa sogar als Modul zusammen mit dem Schornstein angeboten wird. Dieser Einsatz ist gerade noch bezahlbar. Er ist allerdings so neu, daß niemand so recht Erfahrugen hat. Herr Sturm wäre aber bereit, diese zu sammeln :)

Weiterhin ist noch ein italienischer Kombikamin (Palazzetti Multifire Idro) Holz/Pellet im Gespräch. Allerdings traue ich dem Kundenservice nicht so ganz. Man liest positive und negative Erfahrungen im Netz. Herr Sturm würde aber den Service übernehmen. Damit sieht es wieder etwas anders aus. Weiterhin werden wir mal die Kaminausstellung von Herrn Sturm in Dresden besuchen. Da kann man das Feuer dann mal “live” sehen.

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Schneetreiben im Erzgebirge

Donnerstag, 15. Oktober 2009 | Autor:

Durch den plötzlichen Schneefall (Mitte Oktober!) kam es heute zu erheblichen Störungen im Verkehrsgeschehen in Richtung Erzgebirge. LKWs standen reihenweise quer, tlw. ging nix mehr.

Der Ofenbauer, den ich heute dort besuchen wollte, hat mich freundlicherweise auf diese Situation hingewiesen. Wir haben den Termin verschoben. Er selber wird ja einen warmen Ofen haben, so daß ihn die derzeitigen Temperaturen vermutlich nicht weiter stören …

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Pizza, Wasser, Tee – ein langer Planungsabend

Donnerstag, 15. Oktober 2009 | Autor:

Gestern haben wir uns wieder einen langen Planungsabend mit Herr Reisinger “gegönnt” :) Wir wollen ja bei unserem Grundriß weiterkommen. Die Idee, den Abend gleich “open-end” zu planen, war richtig. Wir haben am Nachmittag gegen fünf Uhr angefangen und  erst kurz nach zehn wurden die Segel gestrichen.

Inhaltlich haben wir verschiedenen Grundrißvarianten durchgespielt, wobei wir uns nur auf die Räume Kochen, Essen, Wohnzimmer und Hauswirtschaft konzentriert haben. Auf dem Grundstück sind einige Varianten möglich. Letztlich haben wir drei Varianten in die engere Auswahl genommen. Hierzu werden vom Planer jetzt vollständigere Grundrisse erstellt.

Im Anschluß haben wir noch den weiteren “Projektverlauf” fixiert (diesen werde ich die Tage sicherlich noch hier einstellen) und die Punkte festgelegt, um die wir uns kümmern müssen (Sanitär ist einer dicker Punkt dabei). Immer mal wieder zur Auflockerung gab es kleine Exkurse (Wandaufbau, Küche, Lehmputz).

Alles in allem wars mal wieder mal recht spannend, Langeweile kam zu keiner Zeit auf!

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Wärmepumpen seit 15 Jahren…

Montag, 12. Oktober 2009 | Autor:

So eben war ich noch einmal bei einem Spezialisten für Wärmepumpen: Reinhard Hönig – Alternative Energieanlagen. Er baut seit gut 15 Jahren Wärmepumpen, bevorzugt Wasser/Wasser mit Erdreich-Flächenkollektoren. Dabei legt er viel Wert auf eine ausgefeilte Steuerung, deren Programmierung in der kleinen Firma ständig verbessert und erweitert wird. Ich hatte unseren Planer mit dabei, so daß sich auch ganz interessante Fragen und Denkanstöße ergaben (“ist nun für die Wandheizung ein Plaste- oder Verbundrohr besser?”). Zwei Profis aus dem Baugeschäft haben tlw. drei verschiedene Ansichten :)

Letztlich hat so eine Firma die Vorteile, dass

a) man weiß, was in der Pumpe verbaut ist (die Einzelteile sind Standardteile, die sich wohl auch in vielen anderen Wärmepumpen finden)
b) diese Pumpen recht einfach und wartungsfreundlich aufgebaut sind (so kann sie jeder Klimatechniker reparieren)
und
c) die Steuerung individuell angpaßt und erweitert werden kann.

Das ist mir letztlich lieber, als irgendein Importgerät mit einem Aufkleber eines großen deutschen Gasheizungsanbieters, der jetzt eben auch Wärmepumpen verkaufen muß.

Mal sehen, wenn wir uns für eine Wärmepumpe entscheiden, werde ich mir ein Angebot machen lassen.

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