Drei Fragen

Dienstag, 25. Mai 2010 | Autor:

Derzeit gibt es drei Fragen, die uns immer wieder gestellt werden:

  1. Ist das Kind schon da? – Nein, das wird noch ein paar Tage dauern.
  2. ist die Baugrube schon ausgehoben? – Nein, das wird noch ein paar Wochen dauern. Wir werden uns in den nächsten 14 Tagen für einen Rohbauer entscheiden. Sobald vertraglich alles unter Dach und Fach ist, wird es einen Termin für den Baubeginn geben. Problematisch könnte noch der Urlaub unseres Bauleiters (das macht natürlich unser Planer) werden. Aber ein paar Tage sind nun auch kein Problem mehr.
  3. Wie wird euer Haus denn aussehen? – Diese Frage möchte ich heute mit zwei Bildern beantworten. Weil mir die 3D-Darstellungen nicht so recht fürs Netz geeignet erschienen, habe ich aus den Ansichten der Planer ein einfaches Pappmodell gebastelt. Hier und da ist eine Kante schief, grundsätzlich sollte wohl aber zu erkennen sein, wohin die Reise gehen wird.
Nordansicht

Nordansicht

Im ersten Bild ist die Nordansicht zu sehen. Das Haus sieht aus dieser Perspektive sehr schlicht aus. Im OG befinden sich keine Fenster. Dies ist Bauauflage, weil im Norden der Friedhof angrenzt. Links befindet sich das längliche Nebengelaß, im Norden beginnt dies mit einem großen Carport.

Südansicht

Südansicht

Viel mehr Fenster gibt es natürlich auf den anderen Seiten, im zweiten Bild die Süd- und Westseite. Weiterhin wird es eine Terrasse geben, auf der man auch bei Sommerregen gemütlich sitzen kann. Der Anbau am Haus (in der Nordansicht optisch vergrößert) wird das Wohnzimmer. Rechts im Bild das südliche Ende des Nebengelasses. Gartengeräte, Pelletsraum und Fahrräder werden dort untergebracht.

Das Treffen im Planungsbüro war heute mal etwas kürzer. Wir haben noch einige Details zum Fußbodenaufbau besprochen und kurz einen Blick in die ersten Angebote geworfen. Nächste Woche soll dann der Rohbauer vertraglich gebunden werden.

Thema: Planung | Beitrag kommentieren

Versicherungen?

Montag, 24. Mai 2010 | Autor:

Ich habe die Pfingsttage auch dafür genutzt, das Thema “Versicherungen rund um den Bau” aufzuarbeiten. Im Ergebnis haben wir uns für folgende Versicherungen entschieden:

  • Risikolebensversicherung – einfach, verständlich, praktisch. Summe x (im Normalfall ungefähr die Kreditsumme) festlegen, eine Laufzeit bestimmen und entscheiden, ob ein Kreditnehmer (falls Alleinverdiener) oder beide versichert werden sollen. Fertig. Man kann zusätzlich auch die Summe der Kredittilgung anpassen (fallende Versicherungssummen mit fallender Kreditrestsumme), aber einen spürbaren Preisvorteil konnte ich nicht so recht finden. Wir haben uns für die einfache Variante entschieden.
  • Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung haben wir schon, da diese auch das Haftungsrisiko fürs unbebaute Grundstück trägt. Später wird dieses Risiko mit der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt sein (ab Einzug). Wenn sich nun also jemand des nachts an unserem Baumaterial vergreifen möchte und sich dort ein Bein bricht, wird dies durch die Bauherrenhaftpflicht reguliert. Klingt unglaublich, ist aber so. Alle weiteren Gefahren, die vom Bau als solchen ausgehen, natürlich auch.
  • Die Rohbaufeuerversicherung verlangt der Kreditgeber in seinen Verträgen. In der Regel wird das Feuer-Risiko für ein bis zwei Jahre kostenfrei in der Gebäudeversicherung mit eingeschlossen. Die Gebäudeversicherung versichert das fertiges Haus nicht nur gegen Feuer- sondern dann auch gegen Leitungswasser- und Sturm- sowie Hagelschäden. Der Schutz gegen Feuerschäden wird während der Bauzeit kostenlos gewährt, die kostenpflichtige Gebäudeversicherung beginnt erst bei Einzug. Die Berechnung ist nicht ganz einfach. Weiterhin werden zumeist auch viele Optionen angeboten. Man sollte sich genau überlegen, was man braucht und was nicht.
  • Die Bauleistungsversicherung (früher auch Bauwesenversicherung) schützt Bauunternehmer und Bauherren vor Schäden, die unvorhersehbar sind und während der Bauzeit auftreten. Dazu zählen insbesondere Schäden verursacht durch zum Beispiel Hochwasser oder Sturm. Es sind im Allgemeinen aber auch weitere Schäden durch z.B. Vandalismus, unbekannte Eigenschaften des Baugrundes, Konstruktions- und Materialfehler, Fahrlässigkeit und ähnliches versichert. Diese Versicherung kann auf die Baufimen umgelegt werden. Bei einem Generalunternehmer kann auch dieser diese Versicherung abschließen. Letztlich zahlt natürlich sowieso der Bauherr. Also schließen wir sie ab und legen sie nicht um. Die Summe bemisst sich nach der Gesamtbausumme.

Es gibt noch weitere Versicherung rund um das Thema Hausbau, beispielsweise eine Baufertigstellungsversicherung, das ist eine Versicherung gegen Insolvenz der am Bau Beteiligten. Weiterhin ist ggf. eine Bauhelferversicherung angebracht, je nachdem wer noch beim Hausbau hilft. Die letztgenannten Versicherungen haben wir nicht abgeschlossen.

Thema: Allgemein | Ein Kommentar

Wasser, Abwasser

Dienstag, 18. Mai 2010 | Autor:

Heute war ich mit unserem Planer beim Eigenbetrieb Wasser/Abwasser Weinböhla. Wir haben abgeklärt, wie der Wasser- und Abwasseranschluß zu planen ist. Ein Abwasseranschluß liegt bereits auf dem Grundstück, da man wohl damals nicht so recht wußte, wo das Grundstück anfängt. Wasser muß noch gelegt werden. Der Anschluß ans Abwasser ist in Weinböhla gebührenfrei. Für die Erdarbeiten muß man natürlich eine vorgeschriebene Firma nutzen. Da kommt nun die Tage eine Kostenkalkulation.
Bauwasser ist erstmal beim Nachbarn organisiert. Dafür habe ich einen 1000l Tank gebraucht erworben. Das hat den Vorteil, daß das Wasser von Anfang an zur Verfügung steht.

Thema: Medien | 2 Kommentare

Noch etwas Appetit geholt

Sonntag, 16. Mai 2010 | Autor:

Wir haben die freien Tage genutzt, um uns noch zwei fast fertige Häuser anzuschauen. Zum einen bei Familie Fender in Meissen (da war ich bereits beim Lehmbauseminar), zum anderen bei Familie Weigert in Zadel (nördlich Meissen).

Lärchenverschalung, Fachwerk, Biberschwanz - sieht gut aus.

Lärchenverschalung, Fachwerk, Biberschwanz - sieht gut aus.

Bei Fenders steht der Einzug kurz bevor. In spätestens 6 Wochen wollen sie “drin” sein. Seit meinem letzten Besuch ist ordentlich was passiert. Die Heizung läuft, die Fenster sind drin, die Wände sind innen verputzt, die Elektrik ist drin, es sieht nicht mehr so nach Großbaustelle aus. Offen sind noch die Fußböden (Dielen), Treppe, Küche usw. Aber das werden sie schon schaffen. Uns hat das Haus sehr gefallen, auch wenn die Sanierung eines Fachwerkhauses nicht unser Ding wäre. Ich denke, wir treffen uns mal wieder. Vielleicht bei uns auf der Baustelle?

Waschbecken, Holz, Tadelakt - viel selbst gemacht.

Waschbecken, Holz, Tadelakt - viel selbst gemacht.

Weigerts Hausbau war immer mal wieder Thema in unseren Unterredungen mit unserem Planer. Da hieß es oft “Haben Sie eigentlich das Haus in Zadel schon gesehen?”. Nun – jetzt haben wir es endlich gesehen :) Die Weigerts machen sehr viel selbst und bauen daher schon seit  einigen Jahren. Sie sind dann ins fertige Erdgeschoß gezogen. Jetzt wird noch das Obergeschoß ausgebaut. Auch im OG machen die Beiden sehr viel selber. Und sehr oft wird sehr viel Liebe in die Details investiert. Das sieht man dem ganzen Haus an. Wir wünschen Ihnen, daß sie auch das Obergeschoß bald fertigstellen können. Beim Abschied sagten sie aber, daß das wohl erst im Winter weiter gänge, jetzt wäre erstmal einmal der Innenhof dran. Dort wird eine alte Feldsteinwand wieder aufgebaut, so daß sich eine schöne geschütze Fläche ergibt. Ich denke, auch die Beiden werden wir irgendwann mal wiedersehen.

Thema: Allgemein | Beitrag kommentieren

… the way of no return!

Mittwoch, 12. Mai 2010 | Autor:

Heute Vormittag waren wir für eine halbe Stunde beim Notar. Wir kannten ihn ja schon vom Grundstückskauf. Heute haben wir eine Grundschuld bestellt (aber leider war keine am Lager – kleiner Scherz). Wie damals hat er uns den ganzen Vertrag sehr zügig vorgelesen. Die wichtigsten Punkte hat er uns ausführlich erklärt, so daß einigen Formulierungen der Schrecken genommen werden konnte. Nun ist unser bislang schuldenfreies Grundstück wohl für einige Zeit belastet.

Im Anschluß gab er uns noch einige gutgemeinte Hinweise zu den Themen “Vorsorgevollmacht” und “Testament”. Das klingt erstmal “altbacken”. Wir sollten das wohl aber tatsächlich nicht aus den Augen verlieren.

Thema: Allgemein | Beitrag kommentieren

Solatube

Dienstag, 11. Mai 2010 | Autor:

Wir haben bei uns, bedingt durch die Nähe zum Friedhof, keine Möglichkeit im OG Fenster in Richtung Norden einzubauen. Der Grundriß ist bereits darauf ausgelegt. Es bleibt noch eine Frage zu lösen: Holen wir das Licht in unsere Umkleide über Oberlichter zum Spielbereich oder über eine “Solatube” vom Dach herein?

Solatube - schon eine Weile auf dem Dach (Vorgängermodell, aktuelle ragen nicht soweit heraus)

Solatube neben Dachfenster - schon eine Weile auf dem Dach (Vorgängermodell, aktuelle ragen nicht soweit heraus)

Gestern war ich mit unserem Planer bei einem Dachdecker, der auch Produkte von Interferenz Lichtsysteme anbietet. Es ging uns um die Solatube, eine Art Röhre mit Prisma auf dem Dach und Diffusor im Raum. Damit konnte bei dem vorhandenen wolkenverhangenem Himmel ein Teil des Büros gut ausgeleuchtet werden. Es war natürlich nicht taghell, eine Zeitschrift hätte man aber lesen können. Wir behalten dieses Produkt mal im Hinterkopf.

Thema: Planung | 3 Kommentare

Schulden am Hals

Samstag, 8. Mai 2010 | Autor:

Tja, heute haben wir unseren Kreditvertrag unterschrieben – zumindest den Teil mit der langen Zinsbindung. Hinzu kommt noch ein Teil KfW und ein variabel verzinster Teil. Wir haben jetzt ein 10 Monate Zeit, das Geld auszugeben, die Bereitstellungszinsen werden somit erst ab 1.3.2011 fällig. “Bereitstellungszinsen” muß man auch erstmal verstehen. Da will die Bank dafür, das sie das Geld für einen “bereithält”, Zinsen haben. Interessantes Geschäftsmodell.

Thema: Finanzen | Ein Kommentar

Danke liebe Bundesregierung!

Donnerstag, 6. Mai 2010 | Autor:

Endlich wird mal gespart in diesem Land. Nur leider bei den Bauherren. Ab sofort gibt es keinerlei Zuschüsse mehr für Wärmepumpe, Pellets und/oder Solarthermie (Bafa, Marktanreizprogramm = MAP). Das wären bei uns knapp 2000 Euro gewesen. Aber was solls, es muß eben alles nach Griechenland!

Die Subventionen für Steinkohle, Tiernahrung und extensiven Maisanbau hat der Finanzminister leider noch nicht im Fokus… Gut Nacht.

Thema: Finanzen | Beitrag kommentieren