Auf dem Dach gehts zur Sache

Donnerstag, 30. September 2010 | Autor:

Oben sind schon alle Dachziegel

Oben sind schon alle Dachziegel

Die Dachdecker haben sich heute die Ziegel vom Kran aufs Dach stellen lassen. Das war – moment – der 5. Kran am Bau… Auf dem Bild gibts nun endlich auch mal den Ziegel selbst zu sehen. Er ist kein Designerobjekt, sondern schlicht, natürlich und eben rot.

Ich habe mit zwei Helfern heute die restlichen Fenster im OG mit Luftpolsterfolie verschlossen und dann den Dreck von gestern ausgesaugt. Dazu hatten wir zwei Industriestaubsauger, die schon ganz ordentlich gesaugt haben. Unser Staub war recht fein, so daß die Filter oft ausgeschüttelt werden mussten. Im Endeffekt sieht es aber wieder sehr viel freundlicher aus.

Die Elektriker haben noch die Leitungen verlegt, die in die Decke müssen (Licht EG, Busleitung für Präsenz-/Bewegungsmelder), so daß wir am Samstag die Lehmsteine einlegen können. Dann wird man nur noch sehr aufwändig dort herankommen.

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Letzter Tag Dreck

Mittwoch, 29. September 2010 | Autor:

So, heute ging es nochmal so richtig zur Sache. Die Kollegen Lehmbauer haben die restlichen Fenster mit 15° Laibungsschrägen versehen. Das ist eine Riesensauerei. Ein schöner Blähtonfilm zog sich durchs Haus. Also ist der Bauherr nach Feierabend raus und hat erstmal gefegt, was möglich war. Morgen bekommt er hoffentlich einen Industriesauger geliehen, der dann zum Einsatz kommen wird.

Die Maurer haben die Abdichtung fertiggestellt, sowohl aussen am Sockel als auch innen auf der Bodenplatte. Leider sind sie heute Vormittag nicht fertig geworden, so daß der Klempner umdisponierte und dann am Montag weitermachen wird.

Insektenschutzgitter

Insektenschutzgitter

Die Dachdecker haben alle Latten drauf und den Ortgang fertiggestellt. Das ist der Abschluß des Daches auf der Giebelseite. Ich muß sagen, der Giebel gefällt mir. Im Bild sieht man erste Dachklempnerarbeiten. Die Dachrinne und das Insektenschutzgitter wurden montiert. Morgen wird es mit den Dachziegeln losgehen.

Heute früh hatte ich selbst die Ehre, die Baustellenbegehung durchzuführen. Wir hatten den Termin auf heute verschoben. Leider konnten trotzdem weder der Micha noch der Mathias, so daß ich das alte Protokoll selber mit den anwesenden Handwerkern durchging. Mittlerweile kennt man sich ja ein wenig aus.

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Samstag ist Baustellentag

Dienstag, 28. September 2010 | Autor:

Am kommenden Samstag sollen 4.000 Lehmsteine ihren Weg in die Deckeneinschübe finden. Wenn noch einer der zahlreichen Leser Lust und Zeit hat, kann er sich gerne melden.

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Licht am Ende des Tunnels

Montag, 27. September 2010 | Autor:

Wie ich bereits schrieb, hat mich das Thema Licht definitiv überrascht :) Über Licht muß man heute aber definitiv nachdenken. Die einfache “Glühlampe” ist ja auf dem Weg in die Verbannung. Um das Nachdenken etwas zu beschleunigen, habe ich heute Herrn Müller von “Licht in Form” besucht, der Lichtplanung und Umsetzung anbietet. Wir haben uns eine Stunde Zeit gegeben, die wichtigsten Randbedingungen abzuklären. Das hat auch sehr gut geklappt, da bei mir die Schnittstelle zum Elektriker auch direkt der Bauherr mitdenken kann.

Herr Müller wird nun in sich gehen und uns in 2 Wochen ein Lichtkonzept vorstellen, welches wir dann umsetzen können – oder auch nicht. Das Problem ist, dass die Lehmbauer in 3 Wochen mit dem Putz der Wände und Decken anfangen werden. Daher werde ich jetzt die Elektriker eher eine Leitung zu viel als zu wenig legen lassen. Grob haben wir heute herausgearbeitet, was bei unserer Bauweise möglich ist und worauf die Elektriker achten sollen. Ich bin gespannt, wie wir diese Aufgabe meistern werden…

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Wochenende

Sonntag, 26. September 2010 | Autor:

Das war es wieder das Wochenende. Morgen wollen die Rohbauer die Abdichtung (Bitumenbahn) in die Räume im Erdgeschoß aufbringen. Dazu darf dort natürlich nichts mehr rumstehen. Ehe wir wieder Bretterstapel herumschichten, wurden diese gestern kurzerhand im EG an die Decke geschraubt. Daran wird dann später Schilfrohr befestigt, auf dem der Lehmputz dann prima halten soll. Mit dabei waren Juri und zum ersten Mal auch Robert, der dankenswerterweise dieses Blog technisch betreut!

Fenster mit angeschnittener Laibung

Fenster mit angeschnittener Laibung

Während der Rohbauphase hatten wir irgendwie einen Posten aus den Augen verloren, nämlich das Abschrägen der Fensterlaibungen. Bei unseren 49cm dicken Wänden kommt das Licht sehr viel schöner in den Raum, wenn man die Fensterlaibungen mit 15° anschneidet. Der Rohbauer meinte am Dienstag, daß es nun zu spät sei und maximal einer seiner Arbeiter mit der Flex das machen kann: eine Arbeitsstunde pro Meter.
Zum Glück waren die Lehmbauer da und Bernd, einer der beiden, hat vermutlich mal bei einem Steinmetz gearbeitet. Er meinte, daß er dies am Samstag, also gestern, mal ausprobieren würde. Sagen wir es so: es macht Krach, man sieht vor Staub nichts mehr, es entsteht jede Menge Dreck – aber es klappt. Mit zwei umgebauten Trennschleifern schaffte er knapp ein ganzes Fenster pro Stunde. Nächste Woche gehts dann weiter. Nur muß er dann wegen der Abdichtung etwas mehr auf den Dreck aufpassen.

Heute früh war noch der Fensterbauer zum Aufmaß da. Ja die Jungs haben derzeit nur noch Sonntag Vormittag für sowas Zeit. Wir sind alle Fenster und Positionen durchgegangen: Einflügelig, zweiflügelig, Kipp/Drehkipp, Insektenschutzgitter, Farbe des Holzfensters von aussen, Farbe/Öl von innen, Fensterbretter, Material (Lärchenholz), einbruchshemmend (WK1/WK2), usw. Fenstergriffe können zum Glück noch warten. Er hat weiterhin die KW46 zugesagt. Und zwar nicht Beginn der Lieferung, sondern fertig eingebaut. Die Haustüren haben wir kurz angerissen, aber auch die haben zum Glück noch Zeit.

Am Nachmittag habe ich dann mit Daniel die ganze Bude ausgekehrt. Das scheint sich so langsam zur Tradition zu entwickeln. Danach wurden alle Gegenstände aus dem EG geräumt. Kaffeemaschine und Wasserkocher finden sich nun im Obergeschoß.

Kurz vor Feierabend bin ich noch die Installation der Elektriker im OG durchgegangen: keine Fehler, alle Achtung, alles nach Plan (den E-Plan hat der Bauherr ja selber gemacht, das wären somit seine Fehler :) ).

Irgendwie fehlt mir mittlerweile mal ein freier Tag…

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Innengestaltung geplant

Donnerstag, 23. September 2010 | Autor:

Wir haben uns heute mal so richtig Zeit für die Innengestaltung genommen. Dazu waren wir den ganzen Nachmittag bei Anka Böthig von der Naturfarbenwerkstatt. Sie war ja bereits vor zwei Wochen mit draußen auf der Baustelle, um sich ein Bild vom Umfeld zu machen. Weiterhin hatten wir samals die Dachziegel entschieden. Es ist der Doppelmultenfalzziegel Tradi 15 in naturrot von Koramic geworden. Zur Putzfarbe des Hauses und zur Fensterfarbe gab es erste Ideen.

Zwischenzeitlich hatte Anka die vorgeschlagene Putzfarbe mal auf DIN A3 aufgetragen, so daß wir sie heute in der Sonne und im Schatten begutachten konnten. Die Fensterfarbe werden wir uns vom Tischler auch als Muster machen lassen. Aber ich denke, daß paßt schon alles ganz gut.

Weiter gings mit der Gestaltung der Innenräume: Bodenbeläge (Dielen, Fliesen), Fensterfarbe innen, Fensterbretter, Wandflächen, Möbel die wir mitnehmen, Möbel die wir noch kaufen wollen, usw usf. Wir haben heute vieles im Erdgeschoß geschafft. Anka und auch wir haben jetzt ein Bild vor Augen, wo die Reise hingehen wird. Sagen wir so: es wird luftig, elegant und etwas pastell :)

18 Uhr bin ich dann noch zur Baustelle, da ich schon ein paar Tage nicht da war und auch morgen keine Zeit haben werde. Der Dachdecker hat die Latten draufgebracht, die Maurer einige Restarbeiten erledigt und die Elektriker das OG bereits verkabelt.

Ich wollte gerade gehen, da rief mein Planer an. Er käme raus, wollte noch kurz was kontrollieren, der Rohbauer hätte ihn drum gebeten. Aus dem “kurz” wurde dann noch eine gute Stunde. Bei lauen 17 Grad und Vollmund ging es noch um dies und das. Leider war kein Kasten Bier da. Ich sollte das ändern…

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Tipp: Organisation für Bauherren

Mittwoch, 22. September 2010 | Autor:

Heute früh war ich noch kurz bei den Elektrikern. Es gab gestern noch zwei Fragen, die wir heute gelöst haben. Ansonsten waren alle beschäftigt. Ich hatte nicht allzuviel Zeit, da das Auto zum TÜV mußte.

Vielleicht interessiert den ein oder anderen, wie der bloggende Bauherr das Bauprojekt organisiert. Dies möchte ich heute kurz umreißen. Im Grunde nutze ich auf der Baustelle die selben Methoden, wie ich sie auch im Büro nutze.

klein, gelb, immer dabei

klein, gelb, immer dabei

Wichtiges Hilfsmittel sind Karteikarten gelb, liniert im Format DIN A6. Diese dienen der kurzzeitigen “Speicherung” von Aufgaben und Informationen. Wichtig ist, das die Karten mit Datum und ggf. dem betreffenden Gewerk versehen sind. Gelb sind die Karten, weil sonst niemand gelbe Karten verwendet. Man findet sie überall schnell wieder. Auchim creativen Chaos des Planerschreibtischs… :) Ich vermerke hinter jedem der Punkte auf der Karte, ob es sich um eine Information oder eine Aufgabe handelt. Diese Karten landen dann zu Hause auf dem Arbeitstisch. Damit kommen wir zur Strategie für die Bearbeitung der Karten…

Thinking Rock Aufgabenliste

Thinking Rock Aufgabenliste

Ich orientiere mich dabei sehr stark an der “Getting Things Done”-Methode von David Allen. Aufgaben, die sich in wenigen Minuten lösen lassen, werden sofort gelöst. Für alle anderen wird jeweils die nächste durchzuführende Aktion vermerkt. Da sich bei mir die weitere Verwendung der Karten als unpraktisch herausgestellt hat, setze ich für die weitere Bearbeitung der Aufgaben, die nicht sofort lösbar sind,  ein Softwaretool namens “Thinking Rock” ein. Das Tool gibt es in einer GPL Version, die vollauf genügt. Hier werden nun die Aufgaben verwaltet. Sie können Kontexten (“Baustelle”, “Telefon”, “Architekt”) zugeordnet werden, es lassen sich Termine verknüpfen, usw. Anschließend lassen sich sehr einfach Aufgabenlisten für die jeweiligen Situationen generieren, so daß man strutkturiert alles abarbeiten kann und nichts vergißt. Die Software benötigt allerdings einen PC bzw. einen Laptop. Da so ein Laptop auf der Baustelle allerdings nicht sehr praktisch ist, übertrage ich vor Baustellenbesprechungen die offenen Punkte wieder auf die gelben Karteikarten… Unschön.

Hier sollte sich jeder zukünftige Bauherr überlegen, ob die Investition in eines der derzeit in Mode kommenden Tablet PCs (aka “Pad”) sinnvoll wäre. Im Normalfall braucht man auf der Baustelle Verträge, Angebote, Pläne, Protokolle, Bilder und andere Dokumente. Das kann man alles in Ordnern im Auto mitbringen oder eben auf einem Pad. Nebenbei kann man so auch noch seine eMails dabei haben und mal schnell etwas im Internet nachschlagen (UMTS vorrausgesetzt). Ich nutze derzeit mein Notebook dafür, es ist in der Rohbauphase aber absolut unpraktisch. Mit einem Pad könnte man vielleicht sogar einige der gelben Karteikarten sparen… Das kann ich mir jedenfalls gut vorstellen.

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Jedes Handwerk verlangt seinen Meister

Dienstag, 21. September 2010 | Autor:

Baustellenmorgenkreis.

Baustellenmorgenkreis.

Zum heutigen “jour fixe” kamen folgende Gewerke:

  • Rohbauer
  • Tischler
  • Dachdecker
  • Elektriker
  • Sanitär- / Heizung
  • Lehmbau

Der Bauleiter hatte alle Gewerke zur gleichen Zeit bestellt. Das sorgte für etwas “Frust”, dem der Bauherr  mit Kaffee und Kuchen begegnete.

Die nächsten Wochen wird “mehr” auf der Baustelle passieren, es werden mehrere Gewerke gleichzeitig arbeiten, damit werden auch viele Entscheidungen zu fällen sein.

Den Plan, noch in diesem Jahr den Aussenputz an die Wand zu bekommen, hat der Tischler beerdigt. Die Fenster hat er für Mitte November  avisiert. Erst nach dem Einbau von Fenster und Türen könnte geputzt werden – illusorisch. Also gehts jetzt darum, mit dem Gerüstbauer die Winterstandzeit zu verhandeln. Mal sehen, was unser angespanntes Verhältnis hergibt :)

Gemütlich in der Sonne wurden die Fragen diskutiert.

Gemütlich in der Sonne wurden die Fragen diskutiert.

Nachdem der Tischler und der Fensterbauer vom Hof fuhren, blieben Elektriker und Sanitärfachmann “zu versorgen”. Beide wollen ihre Leitungen verlegen, beide müssen koordiniert werden. Das klappte ganz gut. Entspannt in der Sonne ließ es sich gut diskutieren. Anschließend wurden mit dem Heizungsbauer die Wandheizflächen festgelegt. Da mußte der Bauherr dann allerdings zum Zahnarzt. Das war kein Streßschmerz, sondern schon eine Weile geplant. Bis jetzt ist das Arbeitspensum noch ganz erträglich. Das Niveau einiger Großprojekte in der Firma ist noch nicht erreicht. Aber warten wir mal ab, was die nächsten Wochen noch so bringen.

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