Eigenen Strom produzieren

Samstag, 19. Dezember 2015 |  Autor:

Lange Zeit war das Produzieren von eigenem Solarstrom ein aufwendiges und nicht immer erfolgreiches Unterfangen. Insbesondere die Speichermedien bereiteten Probleme, die kaum Strombevorratung erlaubten. In der gemäßigten und wechselhaften Wetterzone Deutschland fällt Sonnenschein über längere Perioden aus. Mit modernen Lithium-Ionen-Batterien, Blei-Säure- und Blei-Gel-Akkus sind Speicherzeiten umsetzbar, die eine tägliche Versorgung sicherstellen. Mit einem technisch optimierten Steuerungssystem der Ein- und Ausgabe des Stroms kann ein Privathaushalt bis zu achtzig Prozent seines Strombedarfs mit der eigenen Photovoltaikanlage erzeugen und nutzen. Für das wirtschaftliche Produzieren von eigenem Strom müssen auch architektonische und geografische Faktoren berücksichtigt werden.

Welche Geräte bilden eine Photovoltaikanlage

Wer eigenen Strom produziert, muss drei Gerätegruppen anschaffen: Module, Wechselrichter und Speichereinheiten. Die effektivsten Wirkungsgrade erzielen die in der Anschaffung teuren monokristallinen Module. Preiswerter und weniger leistungsfähig sind polykristalline Einheiten. Dünnschichtmodule haben den niedrigsten Wirkungsgrad, sind aber aufgrund ihres geringen Eigengewichts am genügsamsten bezüglich der Montage. Der Solarwechselrichter wandelt den aus den Modulen eingehenden Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom um. Ein oder mehrere Geräte müssen an die Module angeschlossen werden und möglichst viel des eingefangenen Stroms verwerten. Die schnelle technische Weiterentwicklung hat dazu geführt, dass Wechselrichter bis zum Jahr 2012 veraltet sind. Die Hersteller bieten aktuell kostenlose Updates für die Software der Geräte an.

Mit geringem Verlust in die Speicher wechseln

Der Wechselrichter entscheidet als zentrales Bauelement über Erfolg und Misserfolg der eigenen Stromproduktion. Die Auswahl unter den Modellen von vier renommierten Herstellern bei GermanPV ermöglicht die individuelle und effizienteste Lösung für jede Photovoltaikanlage. Die Gesamtfläche der Module spielt dabei eine genauso wichtige Rolle wie die Nennleistung der Module. Zusätzliche Faktoren sind Himmelsrichtung, Sonnentage, Dachneigung und Verschattungen. Gute Wechselrichtersysteme transportieren weit über neunzig Prozent des tatsächlich entstandenen Stroms in die Speichereinheiten. Blei-Säure-Akkus haben den geringsten Anschaffungspreis und haben eine Lebenserwartung von etwa fünf Jahren. Ein Blei-Gel-Akku lebt für den doppelten Preis doppelt so lang. Lithium-Ionen-Batterien und Lithium-Eisen-Phospat-Akkus sind sehr teuer und halten mindestens zwanzig Jahre.

Abwägung von Vor- und Nachteilen

Wer mit Photovoltaik seinen eigenen Strom produzieren möchte, muss seine Anlage der Situation anpassen. Im sonnenreichen Süden Deutschlands und bei südlich ausgerichteten Dachflächen kann ein geringerer Wirkungsgrad der preiswerteren Module ausreichen, um die benötigte Strommenge zu erhalten. Intelligente Hausgeräte können auf die Stromvorräte abgestimmt werden. In der Vorabkalkulation sollte der gewünschte Anteil an selber produziertem Strom im Verhältnis zu Zusatzeinspeisung berücksichtigt werden. Zu den finanziellen Aspekten gehören auch die Fragen nach Einspeisung von eigenen Überschüssen und der Förderwürdigkeit. Nicht zu vergessen sind auch potenzielle Sicherheitsrisiken, die Blei-Säure-Akkus und Lithium-Ionen-Batterien entwickeln. Angepasste Wechselrichter in Einzel- oder Reihenschaltung können aus der Photovoltaikanlage das Maximum herausholen.

Alternative Methoden zur Stromgewinnung

Neben der Sonne sind Wasser und Wind die klassischen Stromlieferanten für die Eigenproduktion. Wenn sich auf dem eigenen Grundstück fließendes Wasser befindet, ist eine moderne Stromgewinnungsturbine eine Option. Sie verdichtet den Wasserfluss und treibt mit der Strömung einen Stromwandler an. Wind als Stromlieferant ist im privaten Haushalt meist zu vernachlässigen, wenn nicht ein großes Grundstück in einer sehr windreichen Region und tolerante Bauvorschriften vorhanden sind. Für Notfälle und Gartenhütten gibt es Dieselgeneratoren.

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Thema: Haustechnik

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