Fenster nachrüsten / neu einbauen

Samstag, 19. März 2016 |  Autor:

Die Energiekosten steigen stetig, sodass der Wunsch nach mehr Effizienz und Kosteneinsparung ebenfalls ansteigt und in immer mehr Haushalten eine primäre Position einnimmt. Anstatt die Raumtemperatur zu senken und weniger zu heizen, konzentrieren sich Eigentümer und Eigenheimbesitzer auf neue Fenster, die mit einem hohen U-Wert zur Energieersparnis beitragen. Wann lohnt sich der Austausch und welche Fenster sind ratsam, um die Stromkosten zu senken und im Altbau auf eine zukunftsorientierte Modernisierung, wie im Neubau auf Wärmeisolierung zu setzen?

Energiesparende Fenster als Gesamtwerk aus Glas und Rahmen

Isolierungen und Dämmungen gehören zu den Grundaufgaben einer Modernisierung oder Sanierung, die für den Erhalt der Heizwärme im Raum und somit für eine Senkung der Energiekosten sorgt. Allerdings stellt die Auswahl der richtigen Fenster vor eine Herausforderung, für die einige Kenntnisse vorhanden und die Unterschiede der einzelnen Ausführungen bekannt sein sollten. Edelgasfenster, metallbeschichtete Fenster oder Fenster mit Dreifachverglasung gehören zu den Fensterscheiben, die in Punkto Wärmedämmung hohe Ansprüche erfüllen und durch gute Produkteigenschaften überzeugen. Eine alleinige Orientierung auf die Verglasung ist aber nicht ratsam, da der Rahmen und der Einbau ebenso Einfluss auf die Dichtheit der Fenster und somit auf die Eigenschaften in der Wärmedämmung nehmen. Der Austausch alter Fenster lohnt sich in jedem Altbau, aber auch in Neubauten die vor der neuen Regelung in der Energiesparverordnung errichtet wurden. Ist eine Modernisierung zur Wärmedämmung geplant, sollten sowohl die Möglichkeiten zur Verglasung, wie auch zum Rahmen in Gegenüberstellung betrachtet und anhand der Relevanz zum eigenen Anspruch gewählt werden. Die Gesamtsituation des Gebäudes nimmt ebenfalls Einfluss auf die Entscheidung für ein Fenster, dass in seinen Eigenschaften zur Mauerstruktur und dem Alter des Gebäudes passen muss. Zum Beispiel sind Kunststofffenster in einem Objekt mit hoher Luftfeuchte durch feuchtes Mauerwerk nicht geeignet, da sie zur Stock- und Schimmelbildung in den Leibungen und Ecken im Decken- sowie Außenwandbereich führen. Hier eignen sich Holzrahmen besser, da diese zwar über wärmedämmende Eigenschaften verfügen, dennoch eine gute Zirkulation zur Vermeidung von Schimmelbildung bieten.

Besonderheiten beim Fenstertausch in denkmalgeschützten Objekten

Während sich der Austausch von Fenstern bei nicht denkmalgeschützten Objekten, wie auch der Einbau verschiedener Fenster im Neubau relativ einfach realisieren lässt, stellt ein unter Denkmalschutz stehendes Haus vor zusätzliche Schwierigkeiten. Hier muss die energetische Sanierung mit der zuständigen Behörde abgestimmt werden, da ein vollständiger Austausch der vorhandenen Fenster ohne Sondergenehmigung nicht möglich ist. Anders verhält es sich bei der Innengestaltung mit Gardinen und Sichtschutz nach Maß. Damit im Rahmen keine Bohrung erfolgen und so ein negativer Einfluss auf die Wärmedämmung genommen werden muss, bieten sich zum Beispiel Scheiben- und Klemmstangen zur Befestigung von Gardinen ohne Bohrung an. Ein wichtiger Aspekt beim Kauf wärmedämmender Fenster ist der U-Wert. Dieser setzt sich aus dem Ug-Wert für die Verglasung und den Uw-Wert für den Rahmen zusammen. Je kleiner der U-Wert in seiner Gesamtheit ist, umso besser isolieren die Fenster und umso mehr Energiekosten können eingespart werden. Bei alten Fenstern bringt der Austausch Maximalersparnis von bis zu 8 Prozent, die sich spürbar in der nächsten Energierechnung zeigt und unnötige Mehrkosten vermeiden lässt.

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Thema: Bauen

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