Auf Wasser gebaut!

Donnerstag, 31. Oktober 2019 |  Autor:

Vor einigen Wochen war ich mit den Kindern mal wieder in Berlin. Dort wohnt mein Bruder mit seiner Familie. Wir haben uns im Technikmuseum getroffen. Dort kann man mit Kindern schon einige Zeit verbringen. Viel Technik, viel Multimedia, vieles zum Anfassen.
Danach sind wir nach Reinickendorf gefahren, da wir noch das sehr schöne Spätsommerwetter genießen wollten. Ich selber kenne in Berlin ja nur wenige Ecken, aber mein Bruder kennt sich ganz gut aus.
In dieser Gegend von Berlin gibt es jedenfalls eine Menge Wasser. Der Tegeler See, das in diesen hinein fließende Tegeler Fließ und einen kleinen Hafen.
Sowoh im Tegeler See als auch im Fließ befinden sich zwei kleine Inseln, die Tegeler Insel und die nach Alexander von Humboldt benannte Humboldtinsel. Es gibt neben öffentlichen Zugängen auch welche, die nicht ganz so öffentlich sind :). Insgesamt eine sehr interessante Gegend von Berlin. Wir haben dann unserem Geocaching-Hobby gefrönt und ein paar sehr interessante Caches gefunden.
In der Nähe eines der Caches entdeckten wir ein interessantes Wohnprojekt. In Berlin ist der Wohnraum im Moment ja sehr rar. Der Bauinvestor bei diesem Projekt hat zum einem Häuser direkt am Wasser errichtet, zum anderen werden dort gerade sogenannte „Floating Houses“ gebaut. Floating Homes in Deutschland finden immer mehr Beliebtheit, aber sind nicht vergleichbar mit Hausbooten. Vielmehr werden diese Häuser auf schwimmenden Stahlbeton-Pontons errichtet. Die Kinder fanden die Idee ganz spannend. Die Häuser sind mit der Insel verbunden, bewegen sich aber ganz sacht mit dem Wasser auf und ab. Man braucht also kein Wasserbett. Diesen Effekt erzeugt das Haus vermutlich schon von selbst. Auch kann man direkt vom Haus aus angeln oder sein kleines Motorboot dort anlegen. Wenn das Wetter schön ist, kann man also sehr schnell auf dem Wasser sein. Das ist definitiv eine sehr interessante Idee. Wir sind gespannt, was die ersten Bewohner dann mal berichten werden.
Insgesamt ist es in Deutschland ja weiterhin nur sehr schwierig möglich, auf Hausbooten zu leben. Sehr viel Bürokratie spricht wohl dagegen. Das hatte ich ja im Tiny House Artikel auch schon mal erwähnt. Den Traum, nicht ganz auf festem Boden zu wohnen, scheinen im Moment aber viele Menschen zu haben.
Nach der schönen Runde im Nordwesten Berlins sind wir dann zu meinem Bruder gefahren. Dort gab es für meinen Neffen noch ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk, welches ihn dann den Rest des Tages beschäftigte. Er hat ein nahezu unkaputtbares ferngesteuertes Auto bekommen, wobei ich mit Rücksicht auf seine Eltern die Indoorvariante gewählt habe. Der Spaß war schier unbegrenzt. Ich bin gespannt, ob es wirklich ein Weilchen hält 🙂

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Thema: Bauen

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