Nachhaltiger leben: Umzug in ein Tiny House

Donnerstag, 11. Juli 2019

Immer mehr Menschen wissen über den Klimawandel und der hohen CO2-Emissionen Bescheid und wollen etwas dagegen tun.

Neben einer möglichst tierleidfreien Ernährung (die Massentierhaltung verursacht hohe CO2-Ausstöße, lange Transportwege müssen zurückgelegt und riesige Flächen an Regenwald abgeholzt werden), überwiegend verpackungsfreien Einkäufen und einem bewussten Umgang mit dem Fliegen, möchten viele Menschen noch einen Schritt weitergehen.

Auf dem Weg in eine grünere Welt: Ist das Tiny House eine gute Lösung?

Dadurch, dass wir einen Großteil unseres Lebens in unserem Zuhause verbringen und auch die Wohnung bzw. das Haus Ressourcen verbraucht, sollten umweltbewusste Menschen auch einen Blick in diese Richtung werfen.

Tiny-House-Liebhaber möchten sich auf das Wesentliche im Leben konzentrieren – und dazu gehört eben nicht eine 4-Zimmer-Wohnung und ein Keller, in dem altes Zeug rumsteht, das niemand mehr braucht.

Hier ein paar weitere Infos dazu:

Tiny-House

Quelle: Pixabay (https://pixabay.com/de/photos/holz-baum-im-freien-haus-natur-3238640/)

Nachfolgend eine kleine Auflistung, warum das Tiny-House im ökologischen Sinne einige Vorteile hat:

  1. Weniger CO2-Emissionen wie vorhin bereits angedeutet.

  2. Ein kleines Tiny-House spart an Wohnfläche, dadurch ist mehr Platz für Landwirtschaft usw. und wenn man den Ort wechseln möchte, kann man sein Haus auf Rädern einfach mitnehmen. Im Gegensatz dazu wird ein normales Haus auf einem Grund gebaut und damit die Fläche versiegelt – das passiert beim Tiny-House auf Rädern nicht.

  3. Viel günstiger – Menschen können es sich dadurch leichter leisten und können ihr Geld in sinnvolle Projekte investieren statt nur in den Hauskauf.

  4. Bei vielen Tiny-House-Bauern werden nachhaltige Materialien verwendet, was wiederum ein Pluspunkt für die Umwelt ist. Obwohl die Preise für diese Rohstoffe teurer sind, gleicht es sich dadurch aus, dass aufgrund der Größe weniger Materialien gebraucht werden.

  5. Tiny-House-Besitzer leben unabhängig von öffentlichen Strom- oder Heizungsanbieter. Dank Solarzellen auf dem Dach und einer Photovoltaik-Anlage produzieren sie selbst ihren Strom und warmes Wasser. Daneben platzieren sie das Tiny-House meist in einer großen Wiese, auf der dann auch ein Garten mit eigenem Obst und Gemüse angelegt werden kann. Im Tiny-House ist also ein ziemlich autarkes Leben leicht möglich.

  6. Menschen, die sich für ein Tiny-House entscheiden, leben meist bereits bewusst und konsumieren nur die Dinge, die sie wirklich brauchen. Aber auch Menschen, die früher viele materielle Gegenstände gekauft haben, sind nun angehalten sich gut zu überlegen, was sie wirklich brauchen. Dadurch überdenken sie das gesamte Konsumverhalten und das spart auch unendlich viele Rohstoffe, Transportwege usw.

Leben auf einem engen Raum – Einige Fakten!

  • Personen, die es gewohnt sind, auf einer großen Fläche zu wohnen müssen sich am Anfang erstmal umgewöhnen.

  • Sind Menschen an diese Fläche gewöhnt, dann sie immer mehr Vorteile darin, auf kleinem Raum zu wohnen.

  • Aufgrund von wenig Platz, müssen die Tiny-House-Bewohner sorgfältig auswählen, was sie in die Wohnung stellen. In einem Tiny-House muss entschieden werden, ob es wirklich eine große Couch und zwei Schränke braucht, oder ob auch eine Paletten-Couch mit einem kleinen Regal ausreichend ist. Menschen beschäftigen sich so häufiger mit ihrem Zuhause: Hier gibt es auch keinen Raum, in dem man einfach mal alles ablagern und verstauben lassen kann. Bewohner dieser Häuser reflektieren ihren Lebensstil automatisch mehr.

  • Einrichtung: Dank intelligenter Raumeinteilungen und exzellenter Lösungen ist es in Tiny-Häusern ohne Probleme möglich auch auf wenigen Quadratmetern ein angenehmes Leben zu genießen (Kleine Küche mit schönem Wohnzimmer, separatem Bad und einem erhöhtem Schlafzimmer, das mit einer Leiter erreicht werden kann und somit keinen Wohnfläche-Platz weg nimmt).

  • Die meisten Tinyhouse-Hersteller stellen ihren Kunden ein fast fertiges Haus zur Verfügung, das nach den eigenen Vorstellungen eingerichtet werden kann. Falls Sie irgendwelche Extra-Wünsche haben, sollten Sie sich auf jeden Fall im Internet informieren. Dort gibt es eine große Auswahl an bereits fertigen Häusern und zahlreiche Erfahrungsberichte. Auch die Decke spielt im Tiny-House eine wichtige Rolle. Mithilfe kompetenter Partner können Sie Ihre Decke stressfrei verkleiden.

Fazit!

Das Tiny-House ist nicht nur für Ökofreaks etwas, sondern für alle Menschen, die sich mit einem nachhaltigen Leben auseinandersetzen und das Ziel haben, möglichst unabhängig leben zu wollen.

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Was ganz anderes… Haushaltsauflösung

Freitag, 5. Juli 2019

Zufällig telefonierte ich in der letzten Woche mit einer Freundin von mir aus Hannover. Es ging um dies und das und jenes. Irgendwann kam sie zum Punkt, dass sie die Wohnung einer Tante auflösen muss. Mit allem drum und dran: 3 Zimmer, Küche, Bad. Dazu gab es noch einen Dachboden und einen Keller. 30 Jahre hat die gute Frau dort gewohnt, da hat sich einges angesammelt. Meine Freundin war hörbar überfordert.

Ich kam dann mit Ideen wie „mach doch einen Flohmarkt vorm Haus“ oder „Ebay-Kleinanzeigen ist dein Freund“, aber das gefiel ihr alles nicht wirklich.

Manchmal sind es einfach zu viele Sachen…

Anschließend habe ich ihr nahegelegt, sich doch eine professionelle Firma zu arrangieren. Die haben den kompletten Service im Angebot. Von der Entsorgung von Müll bzw. wertloser Sachen, über die Vermarktung werthaltiger Gegenstände, bis zur Herstellung eines übergabefähigen Zustandes an den Vermieter. Sie hatte da wohl ein paar Vorbehalte, aber ich machte ihr Mut, es doch einfach mal zu probieren.

Sie hat sich dann ein paar Firmen für Entrümpelung in Hannover herausgesucht und drei davon angerufen. Eine davon erschien ihr absolut kompetent, so dass sie dort den kompletten Service buchte. Heraus kam fast ein Nullsummenspiel. Es waren ein paar Sachen in der Wohnung, die kein Verwandter wollte, die aber noch gut zu Geld gemacht werden konnten. Andere Sachen kosteten Entsorgungsgebühren auf dem Wertstoffhof. Alles in allem ging das aber unkompliziert zur Sache.

Es gab einen Besichtigungstermin, danach kam ein Angebot mit einem Festpreis. Das hat sie beauftragt, den Zeitplan abgestimmt und dann lief es. Rein zeitlich vergingen vom ersten Telefonat bis zum besenreinen Zustand etwas mehr als eine Woche. Das war ihr fast zu schnell. Aber nun ist sie froh, dass das alles so gut geklappt hat.

Wer also immer mal vor der unlösbaren Aufgabe steht, in kurzer Zeit eine fremde Wohnung in einen besenreinen Zustand versetzten zu müssen: Es gibt Profis, die das drauf haben.

 

 

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Kleine Schafherde ist wieder da

Mittwoch, 29. Mai 2019

Dieses Jahr wollte ich wieder ein paar Schafe auf dem Grundstück haben. Vor drei Jahren hatte mir das schon sehr gut gefallen. Die Schafe fressen die Wiese ab und die Kinder haben etwas Beschäftigung. Aber auch mir macht es Spaß, den Tieren einfach mal zuzuschauen (mit einem Glas Wein in der Hand).

Ich hatte eine Kleinanzeige aufgegeben und nach 15 Minuten kam der erste Anruf. Prompt wurden wir uns einig und nun stehen zwei Mutterschafe mit je 2 Lämmchen auf der Wiese.

Kleine Herde

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Segeltuchleuchte

Donnerstag, 7. März 2019

Im Wohnzimmer sah es nun lampentechnisch nun einige Jahre trostlos aus. Eine LED Leuchte (80 W Äquivalent) strahlte einsam durch die Nacht. Dies galt es nun zu ändern. Bei Leuchten ist das aber immer so eine Sache. Schwierig, schwierig.

Bis, ja bis ich auf das Thema „Segeltuchleuchten“ stieß. Es gab eine Bastelanleitung mit IKEA Material und es gab einen Shop mit fertigen Leuchten und auch Einzelteilen (Befestigung, Segeltuch). Das sah schon mal sehr schön aus.

Ich hatte dann eine nette Kommunikation mit Claudia von „lichtakzente.at„. Sie schickte mir unentgeldlich Stoffmuster zu, so daß ich mir die richtige Farbe direkt im Wohnzimmer aussuchen konnte. Die Fertigung dauerte dann ein paar Wochen, da jedes Tuch individuell gefertigt wird.

Aluplatte mit Stripes

In der Zwischenzeit habe ich mir überlegt, wie ich die Leuchte erleuchte.

Die Wahl fiel auf TrueWhite-LED Stripes von Voltus. Ich habe dort also 5m Stripes, sowie ein DALI Vorschaltgerät für die beiden Lichtkanäle (warmweiß / kaltweiß) gekauft. Dazu kam noch eine Aluplatte für die Montage der Stripes. Ich habe letztlich 3m verbaut. Das sind insgesamt um die 3000 lm, was den Raum ordentlich erleuchtet.

Komplette Leuchte montiert

Nun habe ich eine wunderschöne Deckenleuchte, deren Lichtfarbe und Helligkeit individuell regelbar ist. Was will man mehr?

Vielleicht hilft das dem ein oder anderen, sich für eine ähnliche Leuchte zu entscheiden. Schlicht und elegant.

Es sei noch angemerkt, dass die Montage Wohnzimmer nicht ganz einfach war, wenn man die Leuchte mittig montieren möchte. Vielleicht kennt jemand eine geometrisch einfachere Variante. Ich habe den 8. Klässler eine Weile überlegen lassen. Wir haben dann diagonal Wollfäden von Raumecke zu Raumecke gespannt und haben uns daran entlangehangelt 🙂 Das Ergebnis zumindest hat gepasst.

 

 

 

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Winterzeit

Sonntag, 20. Januar 2019

Derzeit ist ja – zum Glück – nicht mehr allzuviel im Garten los. Da bekommen dann die „Baustellen“ im Haus wieder etwas mehr Priorität. Zum einen fehlen mir noch 2 Leuchten im Wohnzimmer und im Arbeitszimmer. Dazu werde ich gesondert schreiben.

Zum anderen fehlt mir irgendwas in Richtung Ofenbank zum Liegen in dem Bereich, wo zukünftig mal ein Kamin aufgestellt werden soll.

Hobelspäne

Ich habe mir dies und das im Internet angesehen, aber nicht wirklich etwas gefunden, wo ich sagen würde „bestellt und fertig“.

Aber ich weiß mittlerweile, was ich haben möchte:

  • Liegefläche von vl. 180x50cm
  • enthalten sein sollten Schubkästen für Spiele, Malzeugs und was die Kinder unten so brauchen
  • Holz
  • eine textile Auflage

Ich habe versucht, meinen Möbeltischler aus der Bauphase anzurufen, aber bisher keine Reaktion. Die Handwerker sind derzeit ja alle zu 120% verplant. Da geht fast gar nix. Aber vielleicht kann er mir wenigstens hier und da helfen, sollte ich mich selbst an den Bau einer entsprechenden Bank/Liege wagen. Generell finde ich es ja prima, mit Holz zu arbeiten.

Einige Holzbauteile sind ja durchaus komplett fertig erhältlich. Ich werde in den nächsten Tagen mal recherchieren, ob damit „Gesamtkunstwerk“ herzustellen ist. Sollte dies der Fall sein, dann werde ich weiter berichten. Oder ich kümmere mich doch erst um die Leuchten?

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Ist der Immobilien-Boom bald vorbei?

Freitag, 23. November 2018

Ob in München, Frankfurt, Berlin oder Hamburg – Wohnungen und Häuser sind so teuer wie noch nie. Wer etwa an der Maximilianstraße in München wohnt, der muss gut und gerne schon eine Miete im Bereich der 10.000 Euro/Monat auf den Tisch legen; Häuser, die sich in der Nähe der Frankfurter Innenstadt befinden, gibt es nur im sechsstelligen Bereich. Die Entwicklungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass es wohl nach oben keine Grenzen gibt – vor allem auch dann nicht, wenn man sich die Immobilienpreise in London ansieht. Dagegen sind die Objekte in Deutschland sogar noch recht günstig zu bekommen. Doch auch wenn die Immobilienpreise in Deutschland so hoch wie noch nie sind, gibt es doch einige Anzeichen, die dafür sprechen, dass der Boom bald vorbei sein könnte.

Kommt es demnächst zur Preiskorrektur?

Wer sich heute mit den diversen Sparformen befasst, der wird feststellen, dass die traditionellen Tages- wie Festgeldkonten und Sparbücher mit extrem niedrigen Zinsen ausgestattet sind. Eine Alternative? Aktien. Wer etwa über OANDA mit Wertpapieren handelt, der hat zumindest gute Chancen, hohe Gewinne einzufahren. Aber auch Immobilien-Investments werden immer beliebter. Folgt man dem Gutachten des Forschungsinstituts Empirica, so wird der Immobilien-Boom aber demnächst ein Ende finden. In den nächsten vier Jahren wird sich nämlich, so Empirica, der Preisanstieg bei Häusern und Wohnungen beruhigen. In einigen Städten kann sogar mit einem Rückgang der Kaufpreise gerechnet werden.

Wir gehen davon aus, dass die Immobilienpreise in München, Stuttgart und Berlin um rund ein Viertel bis ein Drittel zurückgehen werden“, so Empirica. „Die Preiskorrektur wird in den nächsten vier Jahren stattfinden.“ Einmal im Jahr wird von Seiten des Forschungsinstituts ein Gutachten für den IZA – den Zentralen Immobilienausschuss – erstellt. Dabei handelt es sich um eine Lobbyvereinigung von Immobilienunternehmen und auch -verbänden. Harald Simons, Mitglied des Vorstands von Empirica, hat das Gutachten mit folgenden Worten kommentiert: „Die Party ist vorbei.“

Die Städte sind den Jungen zu teuer geworden

Seit mehr als acht Jahren klettern die deutschen Immobilienpreise nach oben. Heute ist eine Wohnung, die eine Wohnfläche von 60 Quadratmeter bis 80 Quadratmeter aufweist, um rund 61 Prozent teuer als noch im Jahr 2009. Befasst man sich mit den Mietpreisen, so kann ein Plus von „nur“ 21 Prozent verbucht werden. Besonders starke Preisanstiege waren vor allem in den sieben Top-Großstädten des Landes zu beobachten – dazu gehören Berlin, Düsseldorf, München, Stuttgart, Hamburg, Frankfurt und Köln. „Man kann davon ausgehen, dass sich eine Immobilienblase gebildet hat, weil in den Top 7-Städten eine sichtbare Preisübertreibung vorherrscht“, so Harald Simons.

Das wird sich aber demnächst ändern. „Die Zeiten der steigenden Immobilienpreise, vor allem in Berlin, Stuttgart und München, sind vorbei. In Düsseldorf, Köln, Hamburg und Frankfurt können die Preise zwar noch steigen, aber auch hier kann es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis es zum Ende des Immobilien-Booms kommt.“ Einerseits liege das an der zurückgehenden Zuwanderung, andererseits würde auch ein Rückgang der Einwohner beobachtet werden. „Die Jungen kommen einfach nicht mehr nach Berlin oder München, weil es ihnen viel zu teuer geworden ist“, so Simons.

Investoren werden reagieren müssen

Nicht nur, dass die Jungen nicht mehr in die Städte kommen, ist auch das Angebot an Wohnungen ordentlich gewachsen. Im Jahr 2017 wurden um die 300.000 neue Wohnungen fertig – 2018 werden wohl 350.000 neue Wohnungen hinzukommen. Natürlich hat das Auswirkungen auf die Kalkulationen der Investoren. Können die Kredite nämlich nicht mehr aus den Mieteinnahmen bedient werden, so müssen die Investoren in weiterer Folge Geld nachschießen, um Tilgung wie Zins zu bezahlen. „Das heißt, man muss am Ende die Kaufpreisübertreibungen korrigieren und die Immobilien um 30 Prozent günstiger anbieten, will man mit den Mieteinnahmen die offenen Kredite bedienen“, ist Simons überzeugt.

 

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4 Tipps: Mehr Sicherheit mit Licht im Haushalt

Donnerstag, 22. November 2018

Licht hat neben dem dekorativen und gesundheitlichen Nutzen vor allem die Funktion, für mehr Sicherheit im Haushalt zu sorgen. Sei es im Treppenhaus, am Hauseingang oder im Badezimmer, die richtige Beleuchtung beugt Unfällen vor und ist von elementarer Bedeutung, teilweise sogar gesetzlich vorgeschrieben. Idealerweise macht man sich bezüglich der Lichtplanung schon vor dem Hausbau Gedanken, das gilt insbesondere für ein Haus mit Smart-Home Technologie. Mit diesem Artikel hoffe ich ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen und dem ein oder anderen bei der Hausbau-Planung oder beim Renovieren zu helfen.

Tipp 1: Gefahrenbereich Treppe – blend- und schattenfrei, neutralweiße Lichtfarbe

Die Treppe ist der Ort an dem im Jahr 2013 1172 Menschen gestürzt und gestorben sind. Zwar waren mit 88 % hauptsächlich Personen über 60 Jahre betroffen, aber dennoch sollte diese Zahl nicht unterschätzt werden, zumal auch ein Treppensturz ohne Todesfolge langfristige gesundheitliche Folgen haben kann.

Mit der richtigen Beleuchtung kann das Risiko eines Treppensturzes enorm verringert werden. Für die Treppenbeleuchtung eignen sich folgende Leuchten:

  • Deckenleuchten
  • Wandleuchten
  • Stufenleuchten
  • Handlaufleuchten

Die Leuchten sollten weder blenden noch Schatten werfen. Dennoch sollte das Licht direkt auf die Treppe scheinen, damit die Treppenstufen gezielt und gut sichtbar beleuchtet werden. Eine zu starke Reflektion des Lichts auf den Trittstufen sollte hingegen ebenfalls vermieden werden. Eine Leuchte mit Lampenschirm wäre hier nicht geeignet, da das Licht zu diffus wäre. Die Lichtfarbe der Treppenleuchten sollte neutralweiß sein, damit Kontraste hervorgehoben werden und die Stufen „zuverlässig“ angeleuchtet werden ohne farblich zu verzerren. Weitere Informationen zu den Treppenleuchten findet man hier.

Tipp 2: Verkehrssicherungspflicht – Die Außenbeleuchtung

Hauseigentümer sind dazu verpflichtet den Außenbereich ausreichend zu beleuchten, damit Paketboten oder Besucher nicht zu Schaden kommen. Verletzt sich ein Mensch aufgrund mangelnder Beleuchtung auf dem eigenen Grundstück, dann können Schadenersatzleistungen gemäß § 823 I BGB geltend gemacht werden.

Tipp 3: IP Schutzarten – nicht jede Leuchte für jeden Bereich geeignet

Die IP Schutzarten (International Protection) geben die Eignung eines elektrischen Betriebsmittels für unterschiedliche Umgebungsbedingungen an. Eine Wohnzimmerleuchte sollte beispielsweise nicht im Bad- oder Außenbereich eingesetzt werden, da diese nicht gegen hohe Luftfeuchtigkeit oder Spritzwasser geschützt ist.

https://pixabay.com/de/licht-gl%C3%BChbirne-idee-birne-strom-2565575/

Dringt Kondenswasser, Staub oder anderer Unrat in ein elektrisches Gerät, dann droht durch einen möglichen Kurzschluss nicht nur die dauerhafte Beschädigung des Betriebsmittels, sondern es besteht auch die Gefahr eines elektrischen Stromschlags. Eine Übersicht über die verschiedenen IP Schutzarten findet man hier.

Tipp 4: Einbrecher abschrecken mit Smart-Home Technologie

Smart-Home bezeichnet die Vernetzung von Haushalts- und Multimedia-Geräten und deren zentrale Fernsteuerbarkeit mittels Smartphone, Tablet oder Fernbedienung. Neben der Automatisierung von Alltagsvorgängen und der Einsparung von Energiekosten dient diese Technologie auch als Einbruchwarnsystem.

Mit Hilfe von individuell einstellbaren Lichtszenarien kann man jede einzelne Leuchte im Haus ansteuern. Ist man gerade außer Haus, dann schaltet sich automatisch das Licht zur dunklen Einbrecherzeit an und schreckt so potentielle Einbrecher ab. Alternativ lässt sich auch die an der Hauseingangstür angebrachte Kamera mit dem mobilen Endgerät koppeln, sodass man automatisch eine Nachricht mit Liveaufnahme erhält, sobald jemand vor der Tür steht.

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Tiny Houses: Gesundschrumpfen als Wohntrend

Samstag, 3. November 2018

46,5 Quadratmeter – Das ist die Wohnfläche, die jedem Bundesbürger im Jahr 2017 durchschnittlich zur Verfügung stehen. Mit 15
bis 20 Quadratmetern beträgt die Wohnfläche der meisten Tiny Houses noch nicht einmal die Hälfte davon. Dennoch bieten die mobilen Minihäuser alles, was man zum Leben braucht. Eine intelligente Raumaufteilung macht es möglich: Ein kleines separates Bad, ein Wohnbereich mit Kochnische, eine Schlafempore unter dem Dach.

Ihren Ursprung haben die Minihäuser in den USA. Als 2008 die Immobilienblase platzt, löst sie eine globale Wirtschaftskrise aus. Immer weniger Amerikaner können sich Wohneigentum leisten. Um sich den Traum vom Eigenheim dennoch zu erfüllen, weichen immer mehr Menschen auf kleine Häuser aus.

Aus der Not eine Tugend

Was aus der Not heraus entstanden ist, ist heute für viele Kleinhaus-Bewohner zur Tugend geworden. Downsizing lautet hier das Stichwort. Demnach entscheiden sich immer mehr Menschen ganz bewusst für das Wohnen auf kleinem Fuß. Ziel ist ein bewussterer und nachhaltiger Lebensstil durch die Konzentration auf das Wesentliche. Jeder zusätzliche Quadratmeter kostet mehr Arbeitszeit, um ihn zu finanzieren. Auch die Heizkosten steigen mit der Wohnfläche. Das Credo der Small House Community lautet: Schrumpfe Dein Haus und Du hast mehr Zeit für das, was wirklich wichtig ist: Zu Wohnen und zu Leben.

Dabei schonen Kleinhaus-Bewohner nicht nur das eigene Zeit- und Geldkonto, sondern auch die Umwelt. Die Rechnung scheint einfach: Weniger Wohnfläche bedeutet weniger Ressourcen für den Hausbau. Auch der Energiebedarf für den laufenden Betrieb wie für die Heizung sinkt mit der Anzahl der Quadratmeter. So belegt eine Studie der amerikanischen Colby Universität: Durch den Umzug aus einem Haus mit einer amerikanischen Durchschnittsfläche von 241 Quadratmetern in ein baugleiches 17 Quadratmeter Tiny House ließen sich jährlich rund 12 Tonnen CO2 einsparen.

Kein Wunder also, dass es in Zeiten immer knapper werdender Ressourcen mittlerweile eine ganze Bewegung gibt, die das Leben auf schmalen Fuß propagiert. Das sogenannte Small House Movement findet auch hierzulande immer mehr Anhänger.

Tiny Houses in Deutschland

So auch in Bremen, wo gerade eine der ersten Dorfgemeinschaften für Kleinhäuser auf deutschem Boden entsteht. Unter dem Projektnamen Tiny House Bremen suchen die Initiatoren aktuell nach Gleichgesinnten, die sich auf einen Stellplatz auf dem Gemeinschaftsgrundstück bewerben können.

Ein ähnliches Projekt, das sich bereits in der Umsetzung befindet, ist das Tiny House Village im bayrischen Fichtelgebirge. Hier lebt eine Gemeinschaft aus 15 festen Dorfbewohnern. Ebenfalls Bestandteil der Community sind Tiny Houses zum Probewohnen und Urlaub machen. Wer einmal testen möchte, ob das Leben auf kleinem Fuß etwas für ihn ist, dem bietet sich hier eine gute Gelegenheit.

Weniger ist nicht immer mehr

Weniger Wohnfläche bedeutet weniger Energiebedarf für den Hausbau, die Heizung und Strom. Eine Rechnung, die Hersteller von Tiny Houses potenziellen Kunden gerne vorrechnen. Dies ist jedoch nur bedingt richtig. Fakt ist: Bei Baugleichheit wird ein kleines Haus immer weniger Energie benötigen als ein baugleiches größeres Haus. Da in der Praxis jedoch kaum eine Immobilie der anderen gleicht, geht mit dem Umzug in ein kleineres Haus nicht zwingend eine Energieersparnis einher.

So kann ein größeres, gut gedämmtes Passivhaus weniger Heizenergie benötigen als ein schlecht gedämmtes Minihaus. Deshalb ist es wichtig, auch bei einem Tiny House auf gute Energiestandards zu achten. Tatsächlich ist es so, dass Anbieter hier häufig an der Gebäudeisolierung sparen, um Wanddicke und das Transportgewicht zu reduzieren. Bevor es zu einem Kauf kommt, sollten sich Eigentümer deshalb gut über den energetischen Zustand das Mikrohauses informieren.

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